Das geschehen an einem Luchsriss im Frühling 2026.

Am 27.3.2026 habe ich eine tote junge Hirschkuh gefunden. Sie lag im Graben an einer Forststraße in meinem Revier und würde von einem Luchs erbeutet.

Dieser Beitrag ist nicht für Kinder und sensible Personen geeignet.


Der Tötungsbiss im Halsbereich und fehlende Muskelfleisch von Hinterschenkel sind typischer Merkmale für ein Luchsriss.

Ich habe sie mit enormen Aufwand in etwa einer Stunde ein steilen Hang an der Straße hoch gezogen, dass der Luchs dort beim fressen Ruhe hat und dass ich auch Fotofalle installieren könnte.



Wegen Sicherheit habe ich sie auch festgebunden, weil sonst kann sie der Luchs weit weg aus dem Blickfeld der Kamera ziehen.


Meine Fotofalle hat das Geschehen an diesem Luchsriss perfekt dokumentiert.



Gleich am nächsten Tag haben den Kadaver Mäusebussarde gefunden und die erste Woche waren sie mit Mäusen in der Nacht und Eichelhäher am Tag die einzigen Besucher. Der erste Fuchs kam erst in einer Woche.



und auf den ersten Luchs Besuch musste ich sogar 10 Tage warten. Ich habe schon fast die Hoffnung verloren aber dann war es so weit und am 6.4. um etwa 4 Uhr nach Mitternacht kam der Rissautor zu seiner Beute. Weil es ein Junges Rotwildstück war vermutete ich schon, dass es ein männliche Luchs gerissen hat.

Genau so war es auch, der residente Luchs - Kater  Bojan hat den Kadaver dann noch weitere 4-male besucht. 
Jedes mal ist er etwa eine Stundelang geblieben und die Fotofalle hat jeden Besuch mit etwa 100 bis 200 Videosequenzen dokumentiert. Von jedem Besuch habe ich die spannendste Aufnahmen in ein kurzen Film zusammengeschnitten. Die Datum und Zeitangaben sind korrekt also ich habe sie trotzt ran zoomen sichtbar gelassen.
Hier folgen also die 4 Kurzfilme. Die das Verhalten an der Beute, die Reihenfolge bevorzugte Körperteile, eingraben der Beute beim Verlassen... in sehr guten Qualität und optimaler Entfernung dokumentieren.



In 11 Tagen hat der Luchs mit Assistenz von Mäusebussarden und Füchse den Kadaver bis auf die Haut und Knochenreste fast komplett verputzt.

Weil es noch zu kalt war, haben sich Fliegen und Insekten nur wenig beteiligt.

...und hier noch paar Bilder