Slowakei-Specials 2011:
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TERMINE
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NAME | FREI
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| 12.2. - 19.2. 2011 |
Winterwolftrecking: Die Ranzzeit der Wölfe in den Karpaten | FREI |
| EUR 550,- Einzelzimmerzuschlag 70,- Euro / eine Woche |
| 19.2. - 26.2. 2011 |
Winterwolftrecking in den Karpaten SPECIAL |
FREI |
| EUR 500,- Einzelzimmer nicht immer zur Vefügung |
| 26.2. - 5.3. 2011 | Winterwolftrecking mit Hunden | FREI |
| EUR 600,- pro Person und 1 Hund, je weiterer Hund 40,- Euro / eine Woche. Einzelzimmerzuschlag 70,- Euro / eine Woche |
| 26. 3. - 2.4. 2011 |
Die großen Drei & Auf den Spuren von Bären | FREI |
| Naturreise vo auch Hunde mitlaufen können. | ||
| EUR 600,- pro Person und 1 Hund, je weiterer Hund 40,- Euro / eine Woche. Einzelzimmerzuschlag 70,- Euro / eine Woche |
| 2.4. - 9.4. 2011 |
Naturreise in der Mala Fatra und Orava, Slowakei | FREI |
| EUR 700,- |
| 16.4. - 23.4. 2011 |
Hundewanderung im Nationalpark Mala Fatra - Slowakei. | Ausgebucht |
| EUR 650,- pro Person und 1 Hund. Einzelzimmerzuschlag EUR 70,- p.P., je weiterer Hund EUR 40,- / Woche. |
| 7.5. - 14.5. 2011 |
Hundewanderung im Nationalpark Mala Fatra - Slowakei. | FREI |
| EUR 550,-pro Person und 1 Hund. Einzelzimmerzuschlag EUR 70,- p.P., je weiterer Hund EUR 40,- / Woche. |
| 14.5. - 21.5. 2011 |
Die studentenfreundliche Natur-Erlebnistour | FREI |
| NR für: forum natur&zukunft | ||
| EUR 500,- Einzelzimmerzuschlag 70,- Euro / eine Woche |
| 27.5. - 4.6. 2011 |
Naturreise im Nationalpark Mala Fatra und Orava. | FREI |
| Naturreise für: Wikingerreisen | ||
| Buchbar nur per www.wikinger-reisen.de EUR 830,- |
| 4.6. - 11.6. 2011 |
Naturreise im Nationalpark Mala Fatra und Orava, Slowakei | FREI |
Naturreise in die westlichste echte Wildnis Europas, mit Schwerpunkten: Botanik, Ornitologie, Grosen Beutegreifer (Wolf, Bär, Luchs). |
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| EUR 745,- Einzelzimmerzuschlag 70,- Euro / eine Woche |
| 11.6. - 18.6. 2011 |
Naturreise im Nationalpark Mala Fatra und Orava. | FREI |
| Ornithologisch-botanische Reise | ||
| EUR 745,- Einzelzimmerzuschlag 70,- Euro / eine Woche |
| 18.6. - 25.6. 2011 |
Naturreise im Nationalpark Mala Fatra und Orava, Slowakei | FREI |
Naturreise in die westlichste echte Wildnis Europas, mit Schwerpunkten: Botanik, Ornitologie, Grosen Beutegreifer (Wolf, Bär, Luchs). |
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| EUR 745,- Einzelzimmerzuschlag 70,- Euro / eine Woche |
| 25.6. - 2.7. 2011 |
Hundewanderung im Nationalpark Mala Fatra (Süd-Ost) und Orava, Slowakei | FREI |
| Hundewanderung für Retungshundeführer | ||
| EUR 550,- pro Person und 1 Hund. Einzelzimmerzuschlag EUR 70,- p.P., je weiterer Hund EUR 40,- / Woche. |
| 25.6. - 2.7. 2011 |
Eine Woche für Frauen - mit Daniela | FREI |
| EUR 390,- Einzelzimmerzuschlag 70,- Euro / eine Woche. |
| 2.7. - 9.7. 2011 |
Naturreise im Nationalpark Mala Fatra und Orava, Slowakei | FREI |
Naturreise in die westlichste echte Wildnis Europas, mit Schwerpunkten: Botanik, Ornitologie, Grosen Beutegreifer (Wolf, Bär, Luchs) für: Naturfreunde Wien |
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| EUR 745,- Einzelzimmerzuschlag 70,- Euro / eine Woche. |
| 2.7. - 9.7. 2011 |
Eine Woche für Frauen - mit Daniela | FREI |
| EUR 390,- Einzelzimmerzuschlag 70,- Euro / eine Woche. |
| 9.7. - 16.7. 2011 |
Natur - Wanderreise für Familien mit Kindern im National-Naturreservat Sulov Felsen und Javorniky |
Ausgebucht |
| EUR 500,- ; Kinder EUR 250,- |
| 16.7. - 23.7. 2011 |
Hundewanderung auf dem Gebiet der Orava - Zazriva | FREI |
| EUR 600,- pro Person und 1 Hund. Einzelzimmerzuschlag EUR 70,- p.P., je weiterer Hund EUR 40,- / Woche. |
| 27.8. - 3.9. 2011 |
Spätsommertour in der Mala Fatra und Orava, Slowakei | Ausgebucht |
| Naturreise in die westlichste echte Wildnis Europas, mit Schwerpunkten: Pilze und Bären | ||
| EUR 745,- Einzelzimmerzuschlag EUR 70,- / eine Woche |
| 27.8. - 3.9. 2011 |
Eine Woche für Frauen - mit Daniela | FREI |
| EUR 390,- Einzelzimmerzuschlag 70,- Euro / eine Woche. |
| 3.9. - 10.9. 2011 |
Spätsommertour in der Mala Fatra und Orava, Slowakei | Ausgebucht |
| Naturreise für: Wikingerreisen | ||
| Buchbar nur per www.wikinger-reisen.de EUR 780,- |
| 10.9. - 17.9. 2011 |
Spätsommertour in der Mala Fatra und Orava, Slowakei | FREI |
| Naturreise für Fotografen | ||
| EUR 745,- Einzelzimmerzuschlag 70,- Euro / eine Woche. |
| 17.9. - 24.9. 2011 |
Spätsommertour in der Mala Fatra und Orava, Slowakei | Ausgebucht |
| Naturreise in die westlichste echte Wildnis Europas, mit Schwerpunkten: Pilze und Bären | ||
| EUR 745.- Einzelzimmerzuschlag 70,- Euro / eine Woche. |
| 24.9. - 1.10. 2011 |
Hundewanderung im Nationalpark Mala Fatra - Slowakei. | FREI |
| Hundewanderung in die westlichste echte Wildnis Europas, mit Schwerpunkten: Pilze und Bären | ||
| EUR 550,- pro Person und 1 Hund. Einzelzimmerzuschlag EUR 80,- p.P., je weiterer Hund EUR 40,- / Woche. |
| 8.10. - 15.10. 2011 |
Hundewanderung auf dem Gebiet der Orava - Kubinska hola. | Ausgebucht |
| EUR 550,- pro Person und 1 Hund. Einzelzimmerzuschlag EUR 80,00 p.P., je weiterer Hund EUR 40,- / Woche. |
| 22.10. - 29.10. 2011 |
Die großen Drei im Herbst - Hundewanderung auf dem Gebiet der Orava und Mala Fatra, Slowakei | FREI |
Naturreise in die westlichste echte Wildnis Europas, mit Schwerpunkten: Wölfe, Bären und Luchse |
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| EUR 550,- Einzelzimmerzuschlag 70,- Euro / eine Woche. |
Last update: 13.2.2011
Vlado Trulik
Stiavnik 1289
01355 Slowakei
T. mobil: 00421 908 948 917
T. priv.: 00421 41 558 34 34
web: www.vladotrulik.com
email: info@vladotrulik.com
Anreise: Die Anreise ist nicht im Preis enthalten und
kann je nach Wunsch der Gruppe individuell erfolgen oder gemeinsam
mit der Bahn, mit einem Bus oder mit PKW.
In der Regel reisen die Gäste privat per PKW an.
Anfahrt nach Mala Fatra - Stefanova: Pasau - Wien – Bratislava – Zilina
– Terchová – Vrátna – Stefanová.
Bereits bei der Einfahrt nach Bratislava ist Zilina angeschrieben,
von Zilina (liegt auf der wichtigsten Bahnstrecke) aus ist Terchová
leicht zu finden und gut angeschrieben. In Terchova biegt man 200m
nach der Kirche rechts Richtung Vratna ab. Nach 2 Km biegt man links
nach Stefanová ab. Nach weiteren 2 Km fährt man trozt Einfahrtverbot
ins Dorf rein und biegt 2 mal links ab und schon steht man vor der
Pension Muran. Aus Bratislava sind es gute 2 Autostunden nach Terchová
- Stefanova.
Bei größeren Gruppen kann auf Anfrage ein Bus ab Wien oder Bratislava
/ Preßburg organisiert werden. Mit dem eigenen PKW fahrt man direkt
nach Terchová – Stefanová. Mit dem Zug muss man eine Verbindung nach
Zilina suchen. Von Zilina gibt es jeder Zeit Busverbindungen nach Terchova
- Stefanova. Nach Absprache kann ich die Gäste auch abholen.
Anfahrt nach Orava - Kubinska hola: Pasau - Wien – Bratislava – Zilina
– Kralovany - Dolny Kubin - Hotel Belez
Die Adresse: Benova Lehota 2508, Dolny Kubin 02601 Slowakei, gps: Länge
49°14'395'' Breite 19°16'003''
Bereits bei der Einfahrt nach Bratislava ist Zilina angeschrieben,
von Zilina fährt man Richtung Poprad bis nach Kralovany. Hier biegt
man links nach Dolny Kubin ab. Kurz nach dem Ortschild Dolny Kubin
nochmal links zur Kubinska hola abbiegen. Nach cca 4 km an der rechte
Seite ist das Hotel Belez nicht zu übersehen und gut angeschrieben.
Aus Bratislava sind es gute 3 Autostunden.
Anfahrt nach Chotschgebirge - Velke Borove: Pasau - Wien – Bratislava
– Zilina – Kralovany - Besenova - Huty - Velke Borove - Penzion pri
vezi (Pension am Turm)
Die Adresse: Velke Borove 6, 027 32 Slowakei, gps: Länge 49°20'27''
Breite 19°50'06''
Bereits bei der Einfahrt nach Bratislava ist Zilina angeschrieben,
von Zilina fährt man Richtung Poprad bis zur Ausfahrt nach Besenova.
Das Dorf Besenova durchfahren und Richtung Zuberec verfolgen.
Nach cca 25 km biegt man links nach Huty und Velke Borove ab. Am Ende
des Dorfes Velke Borove, (da kan man wirklich am Ende der Welt sagen)
am Aussichtsturm liegt die Penzion pri Vezi.
Aus Bratislava sind es 3,5 Autostunden.
Anfahrt nach Sulov: Pasau - Wien - Bratislava, 20km vor Zilina rechts
nach Sulov abbiegen, ca. 1km nach dem Dorf Jablonove auf der linke
Seite neben der Straße liegt die Chata Toranie - alleinstehend mit
wunderschönem Felspanorama im Hintergrund. Die Adresse ist: Sulov 1,
01355
Die Koordinaten sind Länge 49°10'20" Breite 18°34'35"
Aus Bratislava sind es gute 2 Autostunden nach Sulov.
Entsprechende Karten sind unter http://mapy2.atlas.sk/mapviewer/mapviewer.aspx
zu finden.
Treffpunkt: Bei den meisten Touren ist der Treffpunkt jeweils cca. 14.00 bis 18.00
Autos sicher abstellen: Die Autos parken direkt vor der Pension, wo sicheres Parken möglich ist. Das Gebiet ist in dieser Hinsicht nicht mit manchen anderen Regionen oder großen Städten vergleichbar und daher sicher.
Unterkunft: In sauberen Gästehäusern / Pensionen (in kleinen Ortschaften manchmal auch in Berg- / Wald-Gästehäusern, Hütten), DZ, VP. Nur bei Ausflügen tiefer ins Gebirge manche Nächte in Hütten (auch diese sind immer saubere Unterkünfte), immer mit VP. *Änderungen des in der Buchung angegebenen Gästehauses sind vorbehalten (jedoch immer gleichwertige, saubere Unterkünfte).
Verpflegung, Essen & Trinken: Volle Verpflegung ist im Preis enthalten (Getränke nicht immer im Preis enhalten), beste landestypische Kost. Die Gäste werden bestens versorgt und brauchen nichts mitnehmen. In den Ortschaften gibt es Geschäfte, wo auch eingekauft werden kann.
Betreuung, Führung: In aller Regel ist es erfahrene Reiseleiter Vlado Trulik - deutsch sprechende Kenner der Natur, bei manchenTouren unterstüzt von Wildbiologe und Nationalparkranger Milos Majda. Oft begleiten auch weitere Fachleute die Gruppe.
Reisegebiet, Ablauf: Die gesamte Exkursionsroute liegt im Bereich
des Nationalparks Malá Fatra oder auf dem Gebiet von Naturschutzreservat
Sulov Felsen. In aller Regel kommen wir immer zu unserem Ausgangspunkt
bzw. zu unserer Unterkunft zurück! Es ist somit nicht notwendig jeden
Tag die gesamte Ausrüstung und Kleidung mit sich zu tragen. In den
Rucksäcken werden nur die für den Tag notwendigsten Sachen mitgetragen.
Ein kleinerer Rucksack mit Wasser, Regenschutz und vielleicht etwas
frischer Wäsche reicht für die Tagesausflüge.
Ausrüstung: Mindestens 2 Paar gute Schuhe (Wander-
bzw. Bergschuhe), vernünftige Trecking-Kleidung (am Abend kann es
in den Bergen stark
abkühlen) mit ausreichend T-Shirts und Wäsche zum Wechseln, Regenschutz,
gute Windjacke, Fernglas, Schlafsack, Taschenmesser. Der örtliche
Leiter kennt zwar jede Pflanze und jedes Tier, dennoch können gute
Bestimmungswerke bzw. Floren- und Faunenführer mitgenommen werden
(Pflanzen, Pilze, Vögel, Säugetiere). Obwohl die Gruppe abends in
der Regel in die Unterkunft zurückkommt, ist ein im Auto mitgeführter
Schlafsack kein Fehler! Bei gutem Wetter sind Übernachtung in Hütten
tiefer im Wald auf Wunsch immer möglich. Ebenfalls empfehlenswert
ist ein dünner “Schlafsack” bzw. Leintuch-Sack wie in Zügen oder
Alpenvereinshütten üblich für mögliche Übernachtungen in Hütten.
Die richtige Strategie: lieber etwas mehr Ausrüstung im Auto in die
Slowakei mitführen, Teile davon können bei Bedarf für die Tagesausflüge
mitgenommen werden.
Nationalpark Malá Fatra
Der Mittelgebirgskamm der Malá Fatra wurde 1988 zum Nationalpark
erklärt. Nur in Ausnahmefällen ist hier eine stark eingeschränkte Nutzung
– etwa der traditionelle Holzwirtschaft – gestattet.
Das Kerngebiet des Park umfasst eine Fläche von 22.630 Hektar und
ist von weiteren 23.262 Hektar ursprünglicher Landschaft umgeben,
die für
den Naturschutz reserviert sind (eingeschränkte Nutzung in 3 Abstufungen).
Der westlichste Naturpark des Karpartenbogens zeichnet sich durch eine besonders große Vielfalt geologischer, geomorphologischer und damit auch kleinklimatischer Bedingungen aus. Weitgehend frei von menschlichen Eingriffen konnte hier eine außerordentliche Vielfalt an Lebensräumen entstehen und es verwundert daher nicht, dass sich in diesem Gebiet die höchste Ökodiversität der Slowakei findet . Die Artenvielfalt grenzt mancherorts an die Konzentration in einem botanischen Garten.
Geologie
und Geomorphologie
Den geologischen Kern bilden Granodiorite. Den Hauptkamm bedecken
Kalk, Dolomiten, Granit, Schiefer und Sandstein – und somit sehr
unterschiedliche
Ausgangsgesteine. Vor allem auf Kalkuntergrund entstanden Klammtäler
und bizarre Felsformationen. Die Höhenrücken sind sehr zerklüftet
und bilden formenreiche Felsendome. Diese Reliefformationen stehen
im Kontrast mit den abgerundeten Oberflächen der Granitbereiche.
Besonders schön und beeindruckend sind die unterschiedlichen Verwitterungsformen
am Großen Rozsutec (sinngemäß übersetzt: Der, der auseinander geht;
aus Kalk) und am Stoh (= Runder Strohballen; aus Granit) zu sehen.
Beide Formationen sind nur durch einen Pass getrennt und erreichen
jeweils eine Höhe von 1.600 m.
Die Landschaft ist äußerst abwechslungsreich: In Malá Fatra wechseln sich auf kurzen Distanzen hohe Gipfel und tief eingeschnittene Täler ab. Höchste Erhebung ist der Große KriváA (Velkc KriváA) mit 1.709 m. Weitere fünf Hauptgipfel erreichen eine Höhe über 1.600 m. Der tiefste Punkt der Region liegt mit 350 m am Mäander des Flusses Váh bei der berühmten Burg Streano.
Klima
Das Klima ist mit bis zu – 35 Grad C im Winter und + 35 Grad C im
Sommer deutlich kontinental. Die Vegetationsperiode beträgt 6 Monate
und
dauert von April bis Oktober; danach ist es in der Regel frostig.
Von Dezember bis Mitte März liegen die Temperaturen in der Regel
zwischen – 15 und – 35 Grad C. Die höchste Temperatur im Juli beträgt
ca. + 35 Grad C. Ab Mitte August sinken die Temperaturen bereits
unter 20 Grad – zum Bedauern der Kinder, da dann kaum mehr gebadet
werden kann. Der trockenste Monat ist in der Regel der September.
Wasser
Das Gebiet ist reich an Quellen, Wasserläufen und Wasserfällen, die
ihren Weg durch die Felsen suchen und dank der Erosion und durch
Felsabbrüche immer wieder für interessante Veränderungen der Felslandschaft
sorgen. Das Gebirge wird durch den Fluss Orava entwässert, der
schließlich nach Süden in den Váh einmündet.
Flora der Malá Fatra
Durch den variationsreichen Untergrund und die großen Unterschiede
in Meereshöhe, Temperatur und Wasserführung konnte sich eine große
Vielfalt floristisch interessanter Lebensräume entwickeln.
Waldvegetationsformen
und Klima
In Malá Fatra finden sich sieben Waldvegetationsformen (im Tal
Erlenbruch, über Buchen- / Eichenwald am Bergfuß, zu Buchen-, Tannen-
und Fichteformationen
am Mittelhang bis hin zu Latsschenkieferbereichen auf dem Kamm.
Die Hauptformationen werden immer wieder durch ausschließlich in
der
Kleinen Fatra vorkommenden Pflanzen (Endemiten) wie Sorbus margittaiana
(eine Ebereschenform) unterbrochen. Felsenbirne, Eiben, Kornellkirsche,
Berberitze und Pfaffenhütchen finden sich als Unterholz. Es ist
spannend zu beobachten, wie sich mit zunehmender Höhe die Waldformationen
ändern. Dominiert im Tal die Buche, so gewinnen mit zunehmender
Höhe
Fichte und schließlich die Kiefer den Kampf um Nährstoffe und Licht.
60 % Laubholz, 40 % Nadelholz. Anteile nach Artengruppen: Buche
55 %, Fichte 30 % , Tanne 6 %, Latsche 3 %, Bergahorn 2 %. Weitere
Bäume:
Eiche, Esche, Birke, Linde, Erle, Kiefer, Lärche und Eibe.
Klimatische
Auswirkungen auf die Flora
Durch die Nordexposition und die tiefen Einschnitte vieler Täler
entsteht eine klimatische Extremsituation – die so genannte klimatische
Inversion.
Dadurch können hier Arten wachsen, die anderswo nur im Hochgebirge
anzutreffen sind. Die Latschenkiefer kommt beispielsweise schon
ab 600 m Seehöhe vor (in den Alpen in der Regel ab 1.200 m). Sie
stellt
ein eiszeitliches Relikt dar. Die größte Artenvielfalt entwickelte
sich auf den kalkgeprägten Dolomiten mit starken Unterschieden
zwischen heißem Südhang und kaltem Nordhang.
Krautige Vegetation
Weite Bereiche des Nationalparks wurden bisher kaum wirtschaftlich
genutzt. Die Flora konnte sich über Jahrhunderte ungestört entwickeln.
Es konnte sich somit eine komplexe Lebensgemeinschaft, ein System
mit kaum überschaubaren Wechselwirkungen entwickeln. Besonders
eindrucksvoll
zeigt sich die ökologische Vielfalt an der Krautvegetation der Wälder
und Wiesen. Ab Anfang April ändert sich das Farbbild ständig. Den
Anfang machen Farbflächen von gelben Primeln, lila Küchenschellen
und tiefblauen
Leberblümchen im Wald.
… der Wiesen
Ab Mai erscheinen: ein vielfarbiger Teppich mit Knabenkrautorchideen
in Rot- und Violetttönen, Glockenblumen, aufgehellt durch weiße
Margeriten. Auf feuchten Flächen zeigen sich rosarote Schattierungen
der Kuckuslichtnelke
sowie hellere Formen der Knabenkräuter.
Der blütenreichste Monat ist sicherlich der Juni. Spektakulär sind
die intensiv rotvioletten Flächen der Kartäusernelke, die auf trockenem
Grund dominieren. Auch die Orchideen zeigen dann die größte Artenvielfalt.
Auf einer Tagestour können sicher 10 verschiedene Orchideenarten
in oft dichten Beständen gefunden werden. Die Bestimmung der Orchideen
ist mitunter schwierig, da immer wieder Kreuzungen auftreten. Hier
züchtet die Natur noch selbst neue Formen!
Der Pflanzenteppich spiegelt die abiotischen Verhältnisse der jeweiligen
Standorte wieder. So sind innerhalb einzelner Wiesen kleinräumig
immer wider verschiedene Farbakzente durch spezialisierte Arten zu
erkennen
– so z. B. in Quellbereichen oder in trocken Bereichen. Der örtliche
Reiseleiter Vlado Trulík kann dem Gast dadurch allein anhand der
Pflanzendecke das Relief und den Untergrund auf kleinstem Raum erklären.
…der Wälder
Auch die locker mit Bäumen bestanden Urwälder zeichnen sich über
das Jahr durch eine reichhaltige Krautvegetaion aus. Selbst unter
Buchen
gedeihen prächtigen Bestände von Martagonlilien, Bingelkraut, Waldhyazinthen,
gelbem Fingerhut (Digitalis grandiflorum) und gelbem Eisenhut (Aconitum
lutea). Zeiger ungestörter Lebensräume in den Wäldern sind die
bleichen chlorophyllfreie Pflanzen wie Vogelnestwurz (Neottia nidus-
avis)
und Fichtenspargel oder Sommerwurzarten einer genügsamen Gruppe
der Rachenblüter (Scrophulariaceae) 16 Jahre zur ersten Blüte benötigen
die Frauenschuhorchideen. Diese Pflanzen leben in enger Symbiose
mit einem Pilz und sind daher besonders anfällig gegenüber jedweden
Störungen.
In abgeschlossene Waldschluchten kann man ein besonderes Dufterlebnis
haben.
Geschützt von Felswänden und Baumkronen entwickeln das wilde Silberblatt
(Lunaria revidia) oder die Waldhyazinthe, eine Orchideenart zur Blütezeit
wahre Duftwolken. Immer wieder leitet die Nase auch zu wohlriechendem
Seidelbast, der sich um eine Ecke herum ankündigt.
…der alpinen Region
Eine gänzlich andere Pflanzenwelt als auf den Hängen und im Tal kann
auf den Bergkämmen erforscht werden. Im Frühjahr spriessen karpartische
Troddelblumen (Soldanella slavica)
Frühlingsenzian und Krokus (Krokus heuffelianus) und die endemische
Küchenschelle
(Pulsatilla slavica). Bemerkenswert ist auch, dass sich mit zunehmender
Höhe auch im Sommer noch viele Frühlingsarten zeigen. Im Gebirge
durchstreift der Wanderer ja an einem Tag unterschiedliche Klimazonen.
Hier zeigen sich viele endemische Arten wie die Enzianform Gentiana clusii und Gentina acaulis und gelber Enzian. Eindrucksvolle Bestände bildet hier der weisse Germer und besondere Formen des kräftig roten Läusekrautes (Pedicularis verticillata)
Pflanzenarten – in Zahlen
Selbst erfahrene Botaniker sind immer wieder überrascht, wenn sie
in der Malá Fatra diese Artenfülle und derartige natürliche Entwicklungsformen
auf kleinstem Raum erblicken.1.100 Arten von Blütenpflanzen,
davon 22 westkarpartische Endemiten, 14 karpartische Endemiten,
15 karpartische
Subendemiten, 1 pannonischer Subendemit und 1 eigener Endemit
– die
genannte Eberesche Sorbus margittaiana. Von diesen Arten stehen
169 auf den internationalen Roten Listen bedrohter Pflanzenarten.
67
dieser Arten müssen als kritisch bedroht bezeichnet werden.
Fauna der
Malá Fatra
Nicht minder beeindruckend ist die Fauna der Region. An die 3.000
Arten Wirbelloser Tiere wurden bisher festgestellt, was die Wirbeltiere
betrifft,
kommen hier praktisch alle Arten dieser Klimazone vor. Besonders
erwähnenswert ist das Vorkommen der drei Großprädatoren Europas
Wolf, Bär und Luchs.
Ein ähnlich erfreuliches Bild zeigt die Vogelwelt mit reichen Brutbeständen
von Steinadler, Schreiadler, Uhu, Habichtskauz, Wanderfalke und dem
sehr seltenen Würgfalken. Auf dem Boden zeigen sich mit Auerhahn,
Birkhahn und Haselhuhn die seltensten Hühnervögel Europas. Typisch
alpine Arten
sind mit Ringdrossel, Mauerläufer, Tannenhäher und Steinschmätzer
vertreten. Auch der scheue Schwarzstorch ist mit ca.15 Paaren Brutvogel
in dieser
Region. In den Wäldern sind sämtliche Spechtarten u.a. der an Urwald
gebundene Weissrückenspecht und der gelbnackige Dreizehenspecht zu
hören und zu sehen.